Kostenbegriffe

Basisbegriffe

Fixkosten sind Kosten, die nicht von der Ausbringungsmenge abhängen, sondern von den individuellen Gegebenheiten. Dazu zählen zum Beispiel Personalkosten im Krankenhaus. Variable Kosten sind Kosten, die direkt in Bezug zum Produkt stehen. Zum Beispiel die Verbrauchsmaterialien im OP.
Durchschnittkosten sind die Gesamtkosten, geteilt durch die Produktionsmenge, zum Beispiel die durchschnittlichen Kosten einer laparoskopischen Cholezystektomie. Die Grenzkosten erhält man durch Ableitung der Kostenfunktion nach der Produktionsmenge.
Bei Opportunitätskosten handelt es sich um die Kosten, die durch die Umverteilung der Ressourcen als »entgangene Gewinne« beschrieben werden können. Es sind keine »echten« Kosten, sondern spiegeln nur wider, dass durch die Nutzung einer Ressource in einem Bereich ein anderer nicht bearbeitet werden kann. Arbeitet der Grafiker unserer Agentur also nicht an dem Auftrag unseres Pharmakunden, sondern an unserer eigenen Firmenbroschüre, sind Opportunitätskosten zu berechnen.
Ein Begriff aus der Beratung sind »sunk costs«; darunter versteht man die Kosten, die bereits verloren sind und nicht mehr zurückgewonnen werden können. Man darf dabei niemals vergessen: »Werfe niemals gutes Geld dem schlechten hinterher!«

Return on investment (ROI)

Return on Investment ist definiert als

  • ROI = Umsatzrendite * Kapitalumschlag
  • Umsatzrendite = Gewinn/Nettoumsatz * 100
  • Kapitalumschlag = Nettoumsatz/Gesamtkapital 
  • ROI = Gewinn/Gesamtkapital * 100%

Mit dem ROI wird eine Bezugsgröße geschaffen, um den finanziellen Erfolg des gebundenen Kapitals zu beurteilen. Vor allem bei Pharmakunden wird der ROI immer wieder nachgefragt. Der ROI erlaubt keine Beurteilung des Erfolgs einer Einzelinvestition. Eine Berechnung des ROI ist aber vor allem dann von Bedeutung, wenn eine bestimmte Investition zum Unternehmenserfolg beitragen kann. Der ROI drückt das Verhältnis aus dem erwarteten Mehrwert und den Kosten einer Investition aus.

Kosten-Nutzen-Analyse

Bei der KNA werden zwei Dinge benötigt: Die Kosten und der Nutzen; beide Größen müssen in Euro dargestellt werden. Hierbei muss man häufig schätzen, wenn keine konkreten Zahlen vorliegen. Wichtig ist: man muss an alle Kosten denken. Stellt sich beispielsweise ein Krankenhaus die Frage, ob es eine eigene Abteilung für Privatpatienten etablieren soll, so muss definiert werden, welche Kosten damit verbunden sind: Dazu zählen bauliche Kosten, Kosten für Energie, Personal, Werbung, PR usw. Die Einnahmeseite muss ebenfalls eingeschätzt werden, falls keine konkrete Marktanalyse vorliegt.

Break-Even-Point-Analyse

Bei der BEPA wird die produzierte Menge den Kosten gegenübergestellt. Der Punkt, an dem die Erlöse gleich der Gesamtkosten (fixe + variable Kosten) sind, nennt man Break-Even-Point. Ab diesem Punkt werden erst Gewinne erzielt.

Analyse des Break-Even-Point