
FAQ » Wörterbuch
Die Marketingtbranche benutzt oft spezielle Begriffe und sprachliche Wendungen, um sich untereinander präziser verständigen zu können, zumal gerade hier die Internationalität eine große Rolle spielt und damit auch englischsprachige Ausdrücke. Dem Laien sind diese Spezialbegriffe jedoch häufig nicht geläufig, weshalb wir Ihnen hier ein kleines "Wörterbuch des Marketings" anbieten möchten, das einige der auf der Webseite benutzten Wörter näher erläutert. Sollten sie Begriffe vermissen oder nicht verstehen können, so dürfen Sie uns gerne anschreiben, denn wir möchten unser Wörterbuch für Sie gerne vervollständigen und verbessern.
Beim Adressabgleich handelt es sich um ein Verfahren aus dem Database Marketing. Dabei werden zwei unagbhängige Adressdatenbanken miteinander verglichen und mehrfach vorhandene Adressen gelöscht. Derartige Adressabgleiche werden häufig vor Direktmarketingaktionen durchgeführt.
B2C oder Business-to-Consumer bezeichnet die Beziehungen (Kommunikation und Handel) zwischen Unternehmen und privaten Konsumenten.
B2B oder Business-to-Business bezeichnet die Beziehungen (Kommunikation und Handel) zwischen mind. zwei Unternehmen.
Business Intelligence ist der Oberbegriff für informationstechnische Instrumente, die zur Unterstützung des Auswertens von unternehmensweit verfügbarem Wissen dienen.
Als Business Objects bezeichnet man das für Geschäftszwecke ausgelegte Abfrage-, Berichterstellungs- und Datenanalyseinstrument. Es erlaubt einen direkten Zugriff auf eine Datenbank vom Desktop aus. Die aufgerufenen Informationen werden dabei als einfache Tabellen und Grafiken oder aber auch als komplexe, dynamische Dokumente ausgegeben.
Die Churn Rate beschreibt die Anzahl aller in einem bestimmten Zeitraum abgewanderten Kunden im Verhältnis zur Anzahl bestehender Kunden.
Unter dem Begriff »Corporate Design« wird das gesamte Erscheinungsbild eines Unternehmens/einer Organisation gefasst. Dazu gehören die Gestaltung der Kommunikationsmittel (Internetauftritt, Firmenlogo, Briefpapier, etc) sowie das Design des Produktes selbst. Mit Hilfe einer allumfassenden Leitidee soll hierbei ein einheitliches und kohärentes Auftreten geschaffen werden, das die eigene Identität, die Identifizierung, die Wiedererkennung und den praktischen Nutzen gewährleistet. Die Leitlinie wird dabei auch in Zukunft auf sämtliche Bereiche angewandt und erspart somit viel Arbeits- und Zeitaufwand, da nicht jedes Mal ein neues Konzept entworfen werden muss.
Das Corporate Design ist Teil der Corporate Identity (Unternehmensidentität) und dient der visuellen Identität, also dem äußeren Erscheinungsbild des Unternehmens. Zu den weiteren Bereichen der Corporate Identity zählen u.a. Kommunikation (C. Communication), Verhalten (C. Behaviour) oder Philosophie (C. Philosophy). Die Basis bildet dabei eine umfassende Leitlinie oder -idee, der sich alle Bereiche unterwerfen, um so eine einheitliche und kohärente Identität für das Unternehmen zu schaffen.
Die COI ist eine Vertriebskennzahl – sie gibt die durchschnittlichen Kosten an, die bei einer Informationsanforderung durch einen potenziellen Kunden entstehen.
Die CPI ist eine Vertriebskennzahl – sie gibt die durchschnittlichen Kosten für eine Bestellung an.
Die CPR ist eine Vertriebskennzahl – sie gibt die durchschnittlichen Kosten für eine Anwort an.
Beim Cross-Selling handelt es sich um ein Verkaufs- bzw. Marketinginstrument, mithilfe dessen zusätzliche Käufe anderer Produkte forciert werden können – z. B. durch die räumliche Anordnung von Produkten in einem Supermarkt.
Unter Crossmedia versteht man das Einsetzen mehrer Werbemittel für ein gemeinsames Werbeziel. Zum Beispiel soll im Radio Werbung für ein neues Produkt gemacht werden - es bietet sich hier an, durch u.a. Prospekte oder Plakatwände die Werbekampagne weiter zu unterstützen, um sowohl die Verbeitung und damit den Bekanntheitsgrad als auch den Wiedererkennungswert des Produktes zu steigern. Aber Vorsicht: Nicht jedes Werbemittel eignet sich für jedes Produkt, und nicht alle Werbemittel können für jedes Werbeziel sinnvoll miteinander kombiniert werden.
Beim Customer Lifetime Value wird nicht nur der kurzfristige, mit einem Kunden erzielbare Erfolg betrachtet – das Augenmerk liegt hierbei vielmehr auf dem langfristigen, individuellen, kaufmännischen Wert einer Kundenbeziehung und all seiner Ein- und Auszahlungsströme.
Beim Customer Process Management handelt es sich um einen gesamtheitlichen Ansatz für die verantwortliche Gestaltung und Übernahme von Prozessketten der operativen Kundenbeziehung.
Das Customer Relationship Management zielt darauf ab, den Kunden als Ganzes zu verstehen und seine Bedürfnisse zu kennen. Das Verhalten einer Organisation oder eines Unternehmens muss von diesem Wissen geleitet werden, um beim Kunden einen echten Mehrwehrt zu erzeugen. Der Kundendialog wird somit zu einer Vertrauensbeziehung und trägt zur Maximierung des langfristigen Kundenwertes bei.
Verfahren, bei dem anhand einer Datenbank Kundenkontakte hergestellt, gepflegt und ausgewertet werden. Im Rahmen einer Kundenbindungsstrategie hilft das DBM beim der Analyse und dem Ausbau von Kundenbeziehungen sowie bei der Stärkung der Kundenloyalität.
Im Gegensatz zu einem Data Warehouse handelt es sich bei einem Data Mart nicht um eine unternehmensweite Datenbasis. Sie ist vielmehr auf Unternehmensteile, Abteilungen oder Bereiche beschränkt.
Unter Data Mining versteht man den Prozess des Entdeckens bedeutsamer neuer Zusammenhänge und Trends durch die Analyse großer Datensätze mittels Mustererkennung oder statistischer und mathematischer Verfahren. Durch die Anwendung des Data-Mining-Verfahrens lassen sich bessere Prognosen, Klassifizierungen und Bewertungen von Kundengruppen erzielen.
Das Datenschutzgesetz schützt personenbezogene Daten vor Missbrauch bei der Speicherung, Übermittlung, Veränderung und Löschung. Es wurde erstmals im Bundesdatenschutzgesetz vom 27. Januar 1977 (Neufassung am 14. Januar 2003) festgelegt. Weitere Spezialgesetze, wie das Teledienstedatenschutzgesetz oder die Telekommunikationsdatenschutzverordnung, regeln spezifische Bereiche. Den Datenschutzgesetzen liegt das Interesse zugrunde, einen Ausgleich zwischen dem Recht der Bürger auf informationelle Selbstbestimmung und dem Interesse der Unternehmen an Informationen zu schaffen. Sie schaffen die Rechtsgrundlage für die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten sowie für die Überwachung der Einhaltung der Gesetze durch Aufsichtsbehörden und Datenschutzbeauftragte.
Das Direktmarketing umfasst sämtliche Marketingaktivitäten, bei denen eine interaktive Beziehung zu den Zielpersonen hergestellt werden soll. Anhand des Direktmarketings sollen Kunden zu einer individuellen und messbaren Reaktion (Response) veranlasst werden.
Bei der ECR handelt es sich um eine digitale Geschäftsstrategie, bei der Informationen über Laden, Lager, Abverkauf eines Händlers mit den Informationen über Transportkapazität, Distributionszentren, Lieferwege des Spediteurs sowie Daten über Produktionskapazität, Lieferzeiten und Produktinformationen eines Herstellers integriert werden. Auf diese Art und Weise lassen sich Lagerhaltung und Lieferzeiten über die gesamte Logistikkette hinweg minimieren.
Mit Fat Client bezeichnet man ein Client/Server-Konzept, bei dem der Client Verarabeitungsaufgaben in seinem Hauptspeicher und auf seiner Festplatte vornimmt und die Ergebnisse z. B. auf dem Bildschirm darstellt. Dabei übernimmt der Server nur Teilaufgaben. Somit sind Verarbeitungsgeschwindigkeit und -kapazität enorm von der Konfiguration des Clients abhängig.
Bei einem geografischen Informationssystem handelt es sich um ein Werkzeug zur Visualisierung und Analyse von Daten mit räumlichem Bezug. Die Ergebnisse werden dabei häufig in digitalen Landkarten dargestellt. Folgende Beispeile geben einen Überblick über mögliche Verwendungsbereiche:
Bei einer Helpdesk handelt es sich um ein wissensbasiertes Datenbanksystem zur Unterstützung von Call-Centern bei der Beantwortung eingehender Fragen. Darüber hinaus erleichtert es die Verfolgung und Analyse häufig auftretender Fragen und Probleme von Kunden.
Anhand der IVR wird bei der Nutzung von Computern die Sprache als Ein- und Ausgabemedium anstelle von Tastatur und Monitor verwendet. Die IVR findet häufig in Call Centern Anwendung.
Unter dem Begriff Kampagnenmanagement werden alle Planungs-, Durchführungs- und Kontrollmechanismen verschiedener Kampagnen über diverse Kommunikatinskanäle hinweg zusammengefasst.
Bei Key Performance Indicators handelt es sich um Schlüssel-Einflussfaktoren, die auf einem Berichtsbogen (Balanced Scorecard) in Form von Messgrößen denjenigen Status anzeigen, der von einem Unternehmen bei seinen gesetzten Zielen erreicht wird. Ein Beispiel hierfür ist der eigene Marktanteil im Vergleich zu dem Konkurrenten.
KeyWords sind die Begriffe, die von Suchenden in Suchmaschinen eingegeben werden. Dabei kann es sich um ein einzelnes Wort oder eine Kombination von Wörtern, Zahlen und/oder Zeichen handeln. Bei den KeyWords können bestimmte Muster und Vorlieben festgestellt werden, z.B. Wahl eines Überbegriffes, Häufigkeit etc. Diese können im Online-Marketing genutzt werden, indem Webseiten so gestaltet werden, dass möglichst viele KeyWords aus dem entsprechenden Themenbereich benutzt werden. Auf diese Art und Weise kann die Positionierung der Webseite in den Suchergebnissen einer Suchmaschine deutlich verbessert werden.
Im Web 2.0 wird als Synonym oft der Begriff "tag" verwendet.
Beim Knowledge Management handelt es sich um Prozess- bzw. Softwarelösungen, die zur Erfassung, Verwaltung und Nutzbarmachung von Wissen in einem Unternehmen dienen.
Das kollaborative CRM gewährleistet die notwendige Verknüpfung zwischen analytischem und operativem CRM, indem es die Kommunikationskanäle steuert und synchronisiert.
Unter dem Begriff Lettershop werden alle für die Aussendung nach dem Druck notwendigen Tätigkeiten zusammengefasst. Teil des Lettershops sind z. B. das Falzen der Werbemittel, das Einlegen in die Versandhülle, das Aufkleben der Adressen, das Frankieren sowie die Vorbereitung der Postauslieferung durch Sortieren, Zählen und Bündeln der Werbemittel.
Unter einem Mailing versteht man eine adressierte oder nicht adressierte Werbesendung, die an ausgewählte Empfänger gesandt wird. Ein Mailing besteht meist aus Versandumschlag, Anschreiben, Prospekt und Rückantwort.
Marketing Automation ist ein Sammelbegriff für Systeme, die das Marketing unterstützen, wie z. B. Kampagnenmanagement oder Sales Force Automation.
Der Begriff Nielsengebiete wurde durch das Marktforschungsinstitut Nielsen geprägt. Es handelt sich hierbei um die geographische Aufteilung Deutschlands in Gebiete, in denen die Absatzentwicklung einzelner Pordukte untersucht wird. Die Ergebnisse der Untersuchung spiegeln sich im so genannten Nielsen-Index wieder.
Das operative CRM setzt die gesamte Outbound- (Mailings, E-Mail-Kampagnen, Mobile Kommunikation) und Inbound-Kommunikation um und schafft somit die Voraussetzungen für integrierte Kundenkommunikation.
Beim Opt-In-Verfahren tragen sich Kunden bei einem Anbieter in eine so genannte Opt-In-Liste ein, um Werbung, E-Mails, oder andere Services zu erhalten. Dies geschieht häufig durch die Bestätigung einer Aussage, wie "Ja, ich möchte ... erhalten."
Beim Opt-Out-Verfahren bietet das Unternehmen seinen Kunden die Möglichkeit an, sich aus der Empfängerliste auszutragen, um keine weitere Werbung, E-Mails, oder andere Services zu erhalten. Dies geschieht häufig durch die Bestätigung einer Aussage, wie "Nein, ich möchte ... nicht erhalten."
Beim Permission Marketing hat eine Werbebotschaft die ausdrückliche Erlaubnis des Empfängers, ihn zu erreichen.
Unter Personalisierung versteht man die persönliche Ansprache des Empfängers von Direktwerbung mit dem Namen und eventuell weiteren persönlichen Daten. Personalisierten Angeboten wird häufig eine höhere Aufmerkamkeit entgegengebracht.
Bei einer Query (engl. "Abfrage") handelt es sich um einen Prozess der Kommunikation mit einer Datenbank. Eine Query besteht aus Kommandos, die von der entsprechenden Datenbank interpretiert und ausgeführt werden können. Durch eine Query können beispielsweise Datenbankinhalte aufgerufen oder die Datenbankstruktur geändert werden.
Unter Response versteht man die direkte Antwort eines Adressaten nach Erhalt der Werbebotschaft. So reagiert der Kunde z. B. auf eine Postkarte, die einer Anzeige beigeklebt ist, einen Werbebrief oder die Ausstrahlung eines Werbespots im Fernsehen per Telefonanruf, Faxnachricht oder E-Mail.
Der Begriff Return-on-Investment (ROI) bezeichnet ein Modell zur Messung des potentiellen Gewinnes, den man aus einer Investition theoretisch herausholen könnte.
Konkret bedeutet dies, dass ein Unternehmen bereits vor einer Investition kalkulieren kann, welche Gewinne es dadurch erzielen würde - um somit einzuschätzen, ob sich die Investition überhaupt lohnt.
Unter Targeting versteht man die Nutzung von gesammelten Kundendaten aus dem Internet, um gezieltere Werbemaßnahmen starten zu können.
Zu den gesammelten Kundendaten können beispielsweise die IP-Adresse, Angaben über Alter, Geschlecht oder Wohnort aber auch Daten zu Produktinteressen oder allgemeinen Interessen etc. gehören.
Der Vorteil besteht darin, dass die Zielgruppe anhand dieser Daten weitaus gezielter und genauer definiert werden kann. Außerdem bietet die elektronische Suche nach eigentlich bereits vorhandenen Daten zeitliche und finanzielle Vorteile, zumal es auch Anbieter gibt, die diese Leistung bereits erbracht haben und gegen ein Entgelt weiterreichen.
Das Geo- und Regio-Targeting filtert die Daten vorrangig nach Angaben zum Wohnort heraus, um eine Werbekampagne lokal begrenzt in einem Gebiet zu starten. Weitere hinzugezogene Angaben können die Zielgruppen noch enger definieren und so die Streuung weiter verringern.
Beim Total Quality Management steht die Qualität als strategischer Wettbewerbsfaktor im Mittelpunkt. Ziel des TQM ist die Qualitätssteigerung bei gleichen oder verkürzten Bearbeitungszeiten und gleichen oder geringeren Kosten.
Als Unique Selling Proposition bezeichnet man einen dem Kunden gegenüber kommunizierten einzigartigen Verkaufsvorteil, durch den sich die Produktleistung eines Unternehmens von seiner Konkurrenz abhebt.
Das Up-Selling bezeichnet Methoden, den Wert eines Kunden zu steigern.
Visits stellen das wichtigste Kriterium zur Reichweitenanalyse von Online-Angeboten dar. Unter dem Begriff Visit versteht man einen zusammenhängenden Nutzungsvorgang (Besuch) eines Online-Angebots und definiert dememtsprechend den Werbeträgerkontakt. Als Nutzungsvorgang gilt jeder technisch erfolgreiche Seitenzugriff eines Internet-Browsers auf eine Seite.
Der Begriff Workflow Management fasst die Ablauforganisation aller Vorgänge und Geschäftsprozesse zusammen. Workflow-Management-Systeme (WMS) unterstützen Büroprozesse, d. h. sie rufen Bearbeitungsfunktionen auf und kontrollieren die jeweiligen Arbeitsschritte, um einen automatischen Arbeitsablauf gemäß der Prozesserfordernisse zu gestalten. WMS gewinnen beispielsweise in der Reklamationsbearbeitung und an der Schnittstelle zwischen Innen- und Außendienst an Bedeutung.